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Hobbyzucht Norwegische Waldkatzen in Thüringen

"vom Waldzauber "

Aufzucht von Waldkätzchen

 

 

Wie wachsen die Norwegischen Waldkatzen bei uns auf ?

Mir ist es ein anliegen doch einfach mal darüber zu berichten wie wir unsere Katzen Babys aufziehen.Oft wird ja von zukünftigen Katzen Besitzern gefragt wie ist es eigentlich? Können die Kleinen schon fressen oder gehen sie aufs' Katzenklo und so weiter. Das ist auch richtig viel zu fragen, um sicher stellen zu können das mein Katzenkind wirklich liebevoll, artgerecht und sozial aufwächst!
Hier möchte ich mal den kompletten Ablauf von der Geburt der Norweger bis zum Auszug der Waldkatzen erläutern, für alle die, die es vorab schon mal lesen möchten. Natürlich sind wir für jegliche Fragen offen und werden Ihnen auch alles beantworten und Sie in Zukunft weiterhin mit Ihren Katzenkind begleiten.

Norwegisches Waldkatzen Baby Eddy
Geboren werden die Kitten, wenn es die Mama zulässt, in einer Wurfkiste, zulassen deshalb, da sich werdende Katzenmamas oft die unmöglichsten Stellen zur Geburt aussuchen. Es ist natürlich manchmal nicht zum Vorteil von mir, gerade wenn es für mich unzugänglich wird, da ich die Geburt nicht so gut begleiten kann falls ich doch mal eingreifen müsste. Wenn das erste Baby nicht in der Wurfkiste geboren werden sollte, nehme ich das Kätzchen soweit es trocken und stabil ist und lege es in das zukünftige Zuhause der Babys. Die Mama kommt dann sofort hinterher und gebärt den Rest der Babys in der Wurfkiste. Dieses ist ausgelegt mit einem Vetbed, was sicher manche schon bei Ihrem Tierarzt gesehen haben. Die Eigenschaft von diesem weichen fellartigen Material ist sehr gut. Es wirkt Bakterien und Pilz hemmend ist sehr gut zu reinigen und wirkt klimatisierend, das heißt: die Körperwärme die das Kätzchen ausstrahlt gibt das Material sofort zurück.
Wenn alle Babys geboren sind lasse ich den Waldkatzen Wurf einen Tag komplett in Ruhe, ich versuche auch die Umgebung soweit es mir möglich ist ruhig zu halten damit die Mutterkatze sich voll und ganz um Ihren Nachwuchs kümmern kann. Die ersten Stunden sind für die Kleinen sehr wichtig, es geht der Kampf um die beste Zitze los und da möchte ich mich absolut raushalten, da es die Natur regelt. Wenn ein Baby von der Geburt wirklich sehr geschwächt ist, helfe ich es schon an die Zitze zu legen.....aber halten und trinken muss es schon alleine.
Neugeborene Norwegische Waldkatzen
Die ersten Tage sind nun vergangen und ich gehe öfter an die Wurfkiste der Kätzchen, rede mit der Mama und berühre die Babys so oft wie möglich, damit sie meine Stimme und meinen Geruch kennen lernen. Die Wurfkiste steht bei mir im Wohnzimmer somit bekommen die Zwerge den kompletten Alltag von unserer Familie mit.
In der 2. Woche werden sie wirklich lebhafter und versuchen zu laufen und miteinander zu spielen. Die Äuglein haben sich schon geöffnet und sie beginnen Schatten und Umrisse wahrzunehmen. Jetzt wo der Bewegungsdrang stärker wird (ca.3.Woche) stelle ich ein kleines Katzenklo vor dem Ausgang der Wurfkiste, nun wird es auch Zeit um das Kittengehege auf zustellen, um die Katzenbabys die ersten Wochen vor eventuellen Gefahren (Kabel, Schränke u.s.w.) im Haushalt zu schützen. Außerdem möchte ich, das die Kleinen auch wirklich alle begriffen haben wo das Katzenklo ist. Ich setze mich oft ins Gehege rein und schon kommen die Süßen Trampler auf mich zu und krabbeln auf mir herum, schmusen und spielen. Sie kennen mich inzwischen so sehr, dass wenn ich nur um die Ecke schaue sie schon anfangen zu quietschen und ich Ihnen wirklich nicht widerstehen kann und mich zu Ihnen gesell. (Obwohl ich manchmal noch viele andere Sachen zu tun habe) Aber wer kennt das nicht.....da kann man einfach nicht nein sagen. ;) Ich gehe natürlich weiterhin meinen Haushaltspflichten nach, d.h. unter anderen, sauge ich täglich Staub und das auch im Gehege, da die Kätzchen ja auch einen unheimlichen Spaß mit dem Katzenstreu haben. Am Anfang schauen Sie noch etwas irritiert, aber es sind immer ein paar Möchtegerns dabei die glauben sie müssten den Staubsauger fangen.

Mit 4 Wochen biete ich den Babys etwas Nassfutter an um die Mama etwas zu entlasten. Oft klappt dieses auch gut, es sind aber auch manchmal Babys dabei denen ich es erst schmackhaft machen muss....(keine Angst ich kaue Ihnen es nicht vor) ich gebe den Babys es nur etwas mit der Gabel zerdrückt ins Mäulchen und sie lernen es dann schnell. Mit 5 Wochen entwurme ich die Kätzchen das erste mal. Das gefällt Ihnen natürlich gar nicht. Schmeckt glaube ich auch nicht so gut.
Mitten im Kittengehege steht ein Kratzbaum, so können Sie von Anfang an lernen Ihre kleinen Krallen zu wetzen, die einen fangen früher an den Baum zu erklimmen, die anderen etwas später. Die Großmutigen schaffen es auch oft weit hinauf und fangen dann herzzerreißend an zu weinen, damit Ersatzmama (Ich) angerannt kommt und sie wieder sanft auf den Boden der Tatsachen zurück holt. ;)

Ca. mit 6-7 Wochen baue ich das Kittengehege ab und Sie dürfen nun endlich das ganze Wohnzimmer kennen lernen. Was einige in dieser Zeit schon kennen gelernt haben, da ich immer ein paar tollkühne Wildkatzen dabei habe, die es irgendwie geschafft haben auszubüchsen....oder meine System ist einfach noch nicht ausgereift... Nach einer Woche sind die Trolle dann sowieso nicht mehr zubremsen und sie wollen mehr. Nun wird's spannend denn Sie dürfen die ganze Wohnung in Beschlag nehmen, so wie die erwachsenen Zuchttiere. Meist geht dann auch die große Suche los. Sind noch alle da und wo haben sie sich nur wieder verdrückt. Sie dürfen wirklich überall hin und nutzen natürlich auch unsere Betten um zu schlafen. Also Vorsicht für die Katzenbesitzer die dieses nicht möchten, unsere Babys kennen es mit im Bett zu schlafen und ich glaube es ist auch schwer Ihnen das wieder ab zugewöhnen.
Erziehung ist jetzt auch eine große Sache, da ich den Waldkätzchen nun beibringen muss was Sie dürfen und was nicht. Auch wenn da noch so eine dicke Fliege an der Wand sitzt und lustig mit ihren Flügeln wackelt..... von mir gibt es ein kräftiges NEIN ..... an die Wände und Möbel dürfen die Katzen bei mir nicht. Es ist schwer sich bei der Wilkatzen Bande durch zu setzen, aber ich bleibe konsequent. Natürlich müssen die Katzenbesitzer sich auch an dieses Wort halten, lange Sätze nutzen wenig, da Sie große Reden eh nicht verstehen. Ein kurzes und beherztes NEIN kennen Sie.
Eine Woche vor Ihrer ersten Impfung werden die Rassekatzen nochmals entwurmt und es schmeckt noch immer nicht besser. Mit 8 Wochen bekommen Sie nun die Impfung, diese wird mit 12 Wochen noch einmal wiederholt. Da der kleine Körper schon ganz schön viel zu tun hat, bleiben die Babys eine Woche nach der letzten Impfung noch in Ihrer gewohnten Umgebung und genießen noch Ihre Mama meine Kinder und mich.
Waldkater und Kind
Meine Kinder spielen viel mit den Waldtrollen und Sie genießen dieses auch. Eigentlich sind die Katzenkinder, die letzten Wochen immer dabei und stecken Ihre neugierigen Nasen überall rein. Nun wird es auch für uns schwer, denn die Kät zchen sind uns inzwischen schon mächtig ans Herz gewachsen. Aber die vielen schönen Briefe nach dem Auszug der Norwegischen Waldkatzenund die tollen Bilder vom neuem Zuhause trösten uns über den Abschied hin weg.
Rassekatzenwurf
Ich möchte auf diesem Wege noch einmal allen Katzenbesitzern, unserer Waldzauberer danken, für die vielen aufmunternden Worte, die Komplimente unserer Waldkätzchen und die netten Kontakte !!!

Norwegischer Waldkater
Wir sind sehr glücklich darüber dass wir immer die passenden Katzeneltern für unsere kleinen Norweger Trolle gefunden haben und es zwischen Mensch und Katz so schön harmoniert.
Ich wünsche, dass in Zukunft die Aufzucht unserer kleinen weiterhin wunderschön bleibt und Freude macht.


Copyright © Jenny Schubert Norwegische Waldkatzen vom Waldzauber